Regel 1
Vorrang des Kundeninteresses
Die Interessen des Kunden an die erste Stelle zu setzen ist ein Kennzeichen für Professionalität.
Es erfordert ehrliches Handeln von Seiten des Zertifikatsträgers sowie die Bereitschaft, persönliche Bereicherung und eigene Vorteile hinter die Interessen des Kunden zu stellen.
Regel 2
Integrität
Integrität erfordert Ehrlichkeit und Regeltreue in allen beruflichen Belangen. Zertifikatsträger haben bei ihren Kunden eine Vertrauensstellung inne und die Quelle dieses Vertrauens ist letztendlich die persönliche Integrität.
Integrität ist unvereinbar mit Täuschung oder Unterordnung dieser Grundsätze unter wirtschaftliches Eigeninteresse oder andere Sichtweisen des Zertifikatsträgers.
Integrität bedeutet, dass der Zertifikatsträger sich nicht nur den Buchstaben, sondern auch dem Sinne nach gemäß den Ethikregeln zu verhalten hat.
Regel 3
Objektivität
Objektivität erfordert Unvoreingenommenheit und die Trennung von Tatsachen und der persönlichen Meinung des Zertifikatsträgers.
Unabhängig von den erbrachten Dienstleistungen oder der beruflichen Stellung haben Zertifikatsträger zuverlässige fachliche Urteilskraft anzuwenden und die Darstellung persönlicher Meinung als Fakten zu unterlassen.
Regel 4
Fairness
Fairness erfordert, den Kunden das zu bieten, was ihnen gebührt und zusteht oder was sie von einer Geschäftsbeziehung berechtigterweise erwarten.
Dazu gehören auch die rechtzeitige Offenlegung wesentlicher Interessenskonflikte sowie der Umgang mit den eigenen Gefühlen, Vorurteilen und Wünschen, um ein ausgewogenes Interessenverhältnis zu erzielen.
Fairness bedeutet, andere so zu behandeln, wie man an deren Stelle selbst behandelt werden möchte.
Regel 5
Professionalität
Professionalität erfordert nicht nur würdevolles, respektvolles und höfliches Verhalten gegenüber Kunden, Berufskollegen und anderen Personen, zu denen eine geschäftliche Beziehung besteht, sondern auch die Einhaltung entsprechender Regeln, Bestimmungen und fachlicher Standards.
Professionalität erfordert von dem Zertifikatsträger, dass er als Einzelner und in Zusammenarbeit mit Fachkollegen das öffentliche Ansehen seines Berufsstandes und dessen Fähigkeit, dem öffentlichen Interesse zu dienen, stärkt und aufrechterhält.
Regel 6
Kompetenz
Kompetenz erfordert das Erreichen und Bewahren eines entsprechenden Niveaus von Fähigkeiten und Kenntnissen.
Kompetentes Verhalten bedeutet auch, seine eigenen Grenzen zu erkennen und, wenn dies angebracht ist, die Beratung anderer Fachleute in Anspruch zu nehmen oder den Kunden an einen anderen Fachmann zu verweisen.
Kompetenz erfordert von dem Zertifikatsträger einen ständigen Wissenszuwachs und eine ständige berufliche Weiterentwicklung.
Regel 7
Vertraulichkeit
Vertraulichkeit erfordert, dass Kundeninformationen vor Verlust geschützt und so gespeichert und verarbeitet werden, dass nur autorisierte Personen mit einem berechtigten Interesse Zugang zu ihnen haben, sowie Daten nur solange gespeichert werden, wie dies erforderlich ist.
Ein Vertrauensverhältnis mit dem Kunden kann nur mit der Gewissheit entstehen, dass Kundeninformationen nicht unberechtigterweise veröffentlicht oder verwendet werden.
Regel 8
Sorgfalt
Sorgfalt bedeutet berufliche Verpflichtungen rechtzeitig, in kontrollierter Qualität und frei von vermeidbaren Fehlern zu erfüllen.
Der Anspruch eines Zertifikatsträgers, nach höchster Qualität zu streben, erfordert Konzentration und Standardtreue in jedem Aspekt seines Tuns.