Diese Gestaltungen zum Vermögensschutz werden angloamerikanisch auch als „Asset Protection“ bezeichnet.

Maßnahmen zum Schutz Ihres Vermögens können jedoch nur im Vorfeld eines möglichen Haftungsfalls zum Ziel führen. Ist der Haftungsfall bereits eingetreten, sind z.B. erst dann erfolgende Vermögensverschiebungen in der Regel anfechtbar bzw. sogar nichtig. Außerdem wird das Beiseiteschaffen oder Verschleiern von Vermögenswerten in diesen Fällen schon strafrechtlich relevant. Seriöser Vermögensschutz erfolgt daher stets nur prophylaktisch im Vorfeld einer möglichen Haftung.


Beispiele rechtlich zulässiger Gestaltungen zum Vermögensschutz

  • Vermögensübertragungen, insbesondere Schenkungen zugunsten von Familienangehörigen.

  • Familienrechtliche Gestaltungen, z.B. Vermögen von einem Ehegatten auf den anderen (steuergünstig) durch Güterstandswechsel (Güterstandsschaukel Zugewinngemeinschaft/Gütertrennung) übertragen.

  • Erbrechtliche Gestaltungen: Gerade wenn Betriebsvermögen im Nachlass steckt, können Pflichtteilsansprüche die Existenz des Unternehmens gefährden und einen Erbstreit verursachen.

  • Familiengesellschaft: Insbesondere Privatvermögen kann zur Vermögensverwaltung gut in einer Familiengesellschaft gebündelt werden.

  • Haftpflichtversicherungen: private Haftpflichtversicherungen, Berufshaftpflichtversicherungen und spezielle D&O-Versicherungen für Vorstände, Aufsichtsräte und Geschäftsführer sind grundsätzlich wirksame und empfehlenswerte Instrumente des Vermögensschutzes.

  • Pfändungssichere Altersvorsorgeprodukte.

  • Inländische privatnützige Stiftungen.

  • Ausländische Anstalten, Familienstiftungen und Trusts.

  • Ausländische Lebensversicherungen mit Vollstreckungsprivileg.

Investorenbrief 2. Quartal 2020

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