Marcus Meyer, Monetalis GmbH Dienstag, 2. April 2024 von Marcus Meyer, Monetalis GmbH

Portfoliomanagement

Monetalis-Börsenbarometer per 02. April 2024

Zentralbanken halten das staatliche Monopol zur Produktion von Geld. Durch die manipulativen Kräfte ihrer planwirtschaftlichen Zinspolitik kommt es regelmäßig zu einer konjunkturellen Achterbahnfahrt.

Anleger, die zu gegebener Zeit falsch an den Märkten positioniert sind, haben in der Vergangenheit teils massive Verluste hinnehmen müssen und werden auch zukünftig nicht davon verschont bleiben.

Einen Ausweg aus dieser Situation können die Signale des Monetalis®-Börsenbarometers bieten.

Das Monetalis®-Börsenbarometer kombiniert die Ergebnisse des „Gebert-Indikators“ mit den Signalen des „Aktienklima-Indikators nach Goerke“. Das Monetalis-Börsenbarometer kann - frei von Emotionen und personellen Einflüssen - eine permanente Entscheidungsgrundlage für die Aktienquoten liefern und als Risikomanagementsystem im Rahmen des Portfoliomanagements dienen.

KEEP CASH

BUY - HAUSSE

STRONG BUY

Der Gebert-Indikator und der Aktienklima-Indikator nach Goerke zeigen gleichzeitig ein Verkaufssignal.

Der Gebert-Indikator zeigt ein Verkaufssignal, der Aktienklima-Indikator nach Goerke ein Kaufsignal.

Der Gebert-Indikator und der Aktienklima-Indikator nach Goerke zeigen gleichzeitig ein Kaufsignal.

Subindikator 1: Der Aktienklima-Indikator nach Goerke

Ralf Goerke gehört zu den innovativsten Analysten und profiliertesten Vertretern seiner Zunft in Deutschland. Er bereichert die Technische Analyse durch eigene Ideen und gilt als Kapazität zum Themenkomplex Relative Stärke und Momentumstrategien. Er entwickelte 2008 den Aktienklima-Indikator.

Der Aktienklima-Indikator ermittelt in einer Rangliste internationaler Aktienindizes den Durchschnitt der Relativen Stärke (RSL), die sog. Marktbreite. Ein RSL-Faktor größer 1,0 bedeutet ein positives Momentum für den Gesamtmarkt, ein RSL-Faktor kleiner 1,0 bedeutet ein negatives Momentum für den globalen Aktienmarkt.

Die Signalvielfalt des Indikators (sog. „Whipsaws“ in Sägezahnmärkten) wird mithilfe des in der Technischen Analyse häufig verwendeten 15-Tage-Gleitenden Durchschnitts (GD15) auf ein überschaubares Maß reduziert. Ein derartiger Gleitender Durchschnitt hat die Aufgabe, den Verlauf des Indikators zu glätten und damit Fehlsignale wegzufiltern.

Durch die Anwendung des Aktienklima-Indikators können die einzelnen Börsenphasen klassifiziert werden.

Aktienklima-Indikator nach Goerke

Stand: 27.12.2023

Marktbreite (Relative Stärke nach Levy

1,0623

Gleitender Durchschnitt (GD15)

1,0592

Interpretation der RSL-Faktoren

GD 15 > 1,0 = KAUFSIGNAL
MARKTBREITE > GD15 = HAUSSE

Subindikator 2: Der Gebert-Indikator

Der „Gebert-Indikator“ wurde von dem Physiker Thomas Gebert entwickelt. Gebert hat sich in seinem bereits 1996 erschienen Buch Börsenindikatoren der Frage angenommen, welche fundamentalen Kriterien es sind, die die Börse längerfristig beeinflussen. Unter Verwendung langfristiger Zeitreihen hat er eine Fülle von Indikatoren untersucht, die im Allgemeinen zur Bewertung der Börse herangezogen werden.

Gemäß Geberts Analysen wird die Bewegung des Aktienmarktes im Wesentlichen von vier fundamentalen Einflussfaktoren geprägt:

1. Der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank,
2. der Inflationsrate im Euro-Raum,
3. dem Euro-US-Dollar-Kurs,
4. der Jahreszeit.

Die Historie zeigt, dass zwischen den vier gefundenen - und nachprüfbar wirkenden - Einflussfaktoren tatsächlich ein kausaler Zusammenhang zwischen ihnen und der weiteren Entwicklung europäischer Aktien besteht.

Das Punktesystem des Gebert-Indikators

Stand: 27.12.2023

Zinsen:
War die letzte Zinsänderung der Europäischen Zentralbank eine Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes, wirkt sich dies positiv auf die Aktienkurse aus und wird mit einem Punkt honoriert. Wurde der Zins zuletzt erhöht, gibt es keinen Punkt.

0

Inflation:
Liegt die letzte von Eurostat festgestellte Inflationsrate (HCPI, harmonisierter Verbraucherpreisindex für die Eurozone) unter derjenigen vom gleichen Monat, wirkt sich dies ebenfalls günstig auf die Aktien aus und wird mit einem Punkt honoriert. Eine gleich hohe oder höhere Rate wird mit null Punkten bewertet.

1

Euro/US-Dollar-Kurs:
Notiert der Euro gegen den Dollar unter seinem Stand von vor zwölf Monaten, profitieren die inländischen Exportwerte und dem Indikator wird ein weiterer Punkt gutgeschrieben. Ein gleich hoher oder höherer Kurs erhöht den Indikatorstand nicht.

1

Jahreszeit:
Schließlich bleibt noch die Jahreszeit. Statistisch gesehen steigen die Aktienkurse in den Monaten November bis April deutlicher als in den anderen Monaten. Vom 1. November bis 30. April kommt also ein Punkt hinzu, in den anderen Monaten nicht.

1

Summe:
Ergibt die Summe vier oder drei Punkte, ist dies als Kaufsignal für Aktien zu werten, null oder eins bedeutet ein Verkaufssignal für Aktien. Zwei Punkte sind neutral und ändern das zuletzt erschienene Signal nicht. Ermittelt werden die Signale wöchentlich montags zum Börsenschlusskurs um 17:30 Uhr.

3 = KAUFSIGNAL

Fazit

Seit dem 02. April signalisiert der Börsenindikator grünes Licht. Und auch aus der seit über 30 Jahren bewährten Perspektive des Börsenindikators, der die vier Einflussfaktoren Zins, Dollar, Jahreszeit und Inflationsrate beobachtet, befinden wir uns in einem positiven Börsenumfeld. Der Dollar notiert höher als vor einem Jahr, die Inflationsrate hat sich in den letzten 12 Monaten ermäßigt und die Jahreszeit ist noch günstig. Nur der Zins liefert keinen Beitrag zum Indikator, die letzte Änderung des Hauptrefinanzierungssatzes der EZB war eine Erhöhung. Drei positive Punkte!

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